Nachbericht zur 16. Handelsblatt Jahrestagung
„Telekommarkt Europa“
15. und 16. Juni 2010, Düsseldorf
- TK-Markt Europa – Chancen trotz Umbruch und Stagnation
- EU strebt einheitlichen TK-Markt an
- „HD bringt neuen Schub in den Festnetzmarkt“
- Cloud Computing
- Web 2.0 bei Rheinmetall
- Apps versus mobile Web
- Viele Unternehmen haben keine App-Ideen
- Cloud Computing im Praxistest
- Web 2.0-Technologien und Dienste – Beispiel Honda
TK-Markt Europa – Chancen trotz Umbruch und Stagnation
Düsseldorf, 22. Juni 2010. Das Internet verändert traditionelle Geschäftsmodelle, ruft erfolgreiche neue Player auf den Plan und sorgt für überschneidende Geschäftsprozesse aus bisher getrennten Industrien. Darum kämpfen Carrier, Medienunternehmen und Internetfirmen derzeit um Anteile in einem Markt, der fortwährend neu definiert wird. Auf dem TK-Branchenevent in Düsseldorf wurde deutlich, dass gerade in dieser Umbruchphase eine Fülle wertvoller Ideen für nachhaltige Wertschöpfungsmodelle bereit stehen.
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Executive-Quotes internationaler Player:
Boris Nemsic Boris Nemsic, CEO des größten russischen Carriers VimpelCom:
„Wir haben und brauchen keine Regulierung.“
„Es kommt darauf an, wer die Regeln bestimmen kann und wie. Weil Deutschland das Sektrum für LTE reguliert, kommen die Kunden auf maximal 50 Mbit/s Übertragungsrate. Aber das nur in der Spitze und vor allem: das reicht bei weitem nicht! - Die Lizenzen müssten kostenlos zu haben sein!“
Olaf Swantee Olaf Swantee, verantwortlich für das mobile business worldwide bei France Telekom/Orange:
„Mit unserem Programm „aftercare“ für Kundenservices rund um die Nutzung von mobilen Endgeräten wollen wir den Markt für mobile Internetservices weiter entwickeln.“
Eines der interessantesten Länder im Mobilfunkgeschäft ist Afrika. Hier sehen wir das Potenzial von zehn Millionen neuer Kunden pro Jahr.“ Wir arbeiten an Spezialtarifen und Segmentpreisen für Anwendungen wie Social Networking oder Mobile TV – das ist eine sehr interessante Möglichkeit, die Kunden weiter zu entwickeln.“
Jan Geldmacher Jan Geldmacher, Vorstand Geschäftskunden, Vodafone:
„Wir machen bereits 1,14 Milliarden Euro Umsatz mit Mobile Data. Damit haben mobile Datenanwendungen den Umsatz mit SMS überholt.“
„Die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) ist der nächste große Mobilfunk-Trend. - Und ist für alle Mobile Carrier eine große Herausforderung, weil die zukünftige Infrastruktur für die permanente Verbindung und Kommunikation zwischen Maschinen erfordert, dass Roamingprobleme beseitigt und Endgeräteunabhängigkeit gewährleistet ist. Hierfür hat Vodafone eine eigene Plattform entwickelt.“
Hannes AmetsreiterHannes Ametsreiter, CEO Telekom Austria Group:
„In Österreich sind 80 Prozent der Telefonminuten vom Festnetz in den Mobilfunk gewandert. Dadurch haben wir bei den Mobilfunkern einen extrem hohen Preisdruck.“ „Wenn alles mobile geht, wandert auch die Werbung und damit das Geld auf die Smartphones. Das erzeugt für uns neue billing relations mit paypal oder iTunes neben dem klassischen Payment. Außerdem entwickeln wir neue Anwendungen in den Bereichen Augmented Reality oder Smart Metering. So haben wir in einem Projekt mit dem eCar-Hersteller Tesla ein System in Entwicklung, das die Möglichkeit auslotet, die e-Cars als Energiespeicher zu nutzen. Also aufpassen: Wir Carrier kommen in Zukunft aus gänzlich unerwarteten Ecken!“
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